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Aufgreifen, begreifen, angreifen Band 3

Historische Essays, Porträts, politische Kommentare, Glossen, Verrisse

Wie die beiden Vorgänger enthält auch Band 3 historische Essays (Schwerpunkt französische Zustände), Porträts gegen das Vergessen (von Adorno über Guy Debord bis hin zum Abbé de Saint-Pierre), ins Grundsätzliche gehende politische Kommentare jenseits des tagespolitischen Handgemenges sowie Verrisse von Sachbüchern - eine Sammlung aus der 20-jährigen Tätigkeit des Autors als Publizist, Kolumnist und Sachbuch-Kritiker.
Der Titel ist auch dieses Mal geblieben, einen besseren gibt es für Walthers Methode nicht: »Aufgreifen, begreifen, angreifen«. Nicht um der bloßen Kritik willen, sondern um durch Aufklärung zu mehr Humanität zu gelangen.


Leseprobe:

Eine Pointe der Entwicklung seit dem Herbst 1989: Das Problem der Staatsbürgerschaft hat sich seither nicht ent-, sondern verschärft. Der Beitritt der Ex-DDR zum Grundgesetz hat hüben wie drüben nationale Erwartungen erzeugt und gleichzeitig staatsbürgerlich gesicherte Verhältnisse zementiert, die den gesellschaftlichen Realitäten längst nicht mehr entsprechen. Weil die nationalen Erwartungen nicht oder nur zum Schein erfüllt sind, verlegen sich besonders innig vereinigte Deutsche darauf, Minderheiten kompensatorisch als Schuldige für die ganze Misere auszumachen. Flüchtlinge, Ausländer, Asylsuchende und Fremde wurden über Nacht zu Sündenböcken. National neu angestrichen, wissen „die Deutschen“ nach der vermeintlichen „Weltwende“ jetzt angeblich genau, wer „sie“ und wer „die“ Anderen sind. Von solchem Wahn ist es nur ein Schritt zum „feste druff“ auf die Fremden.



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978-3-944369-03-7, Klappenbroschur, 247 Seiten, auch als E-Book erhältlich für 6,99 EUR.
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