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Das Erbe von Samara und New York

Meine Familiengeschichte

Erik Erikssons persönliche Familiengeschichte handelt von Heimatsuche und Heimatverlust, von der Einsamkeit im Miteinander und den Tücken menschlicher Kommunikation. Während seine Großeltern mütterlicherseits in den Wirren der russischen Oktoberrevolution von Samara an der Wolga nach Schweden fliehen müssen, versuchen die Eltern seines Vaters im verheißungsvollen Amerika einen Lebensstandard zu finden, den sie im ärmlichen Schweden niemals erreichen könnten – scheitern aber. So lernen sich Erikssons Eltern eher unfreiwillig in Schweden kennen, wo beide ihrer Meinung nach nicht hingehören.
Erik Eriksson hat sich intensiv mit seiner Familiengeschichte auseinandergesetzt, er beschönigt und verklärt nichts und lässt gerade dadurch zu, dass der Leser sich sehr eindrücklich in der Mitte dieser Familie wiederfindet.


Leseprobe:

Im April 1893 kam Claras Nichte Hedvig Eriksson nach Montreal. Clara hatte sie ja gebeten zu kommen. Aber es war lange her, seit Clara diesen ermunternden Brief geschrieben hatte. Da hatte sie gerade ihr eigenes Geschäft eröffnet.
Was sie damals gemeint hatte, war, dass für denjenigen, der bereit war anzupacken, nichts unmöglich war. Nur das hatte sie sagen wollen.
Na ja, jetzt war Hedvig nun einmal in Montreal. Vielleicht könnte sie im Laden helfen?
»Natürlich will ich das«, antwortete Hedvig, »aber ich will mir auch eine richtige Arbeit suchen.«
»Ist das denn keine richtige Arbeit, im Laden zu stehen?«
»Ja, das ist es schon, aber ich habe mir vorgenommen, mir etwas in einem Büro zu suchen.«
»Das schaffst du nicht, dort werden Sprachkenntnisse verlangt.«
»Ich will es trotzdem versuchen.«
Das fing nicht gut an. Hedvig fühlte sich unerwünscht.




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978-3-941895-91-1, Klappenbroschur, 442 Seiten, auch als E-Book erhältlich für 7,99 EUR.
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